{"id":511,"date":"2004-01-15T11:58:00","date_gmt":"2004-01-15T10:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/?p=511"},"modified":"2021-01-28T11:59:48","modified_gmt":"2021-01-28T10:59:48","slug":"hintergrundinformationen-zur-vereinsgruendung-daten-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/hintergrundinformationen-zur-vereinsgruendung-daten-zahlen\/","title":{"rendered":"Hintergrundinformationen zur Vereinsgr\u00fcndung &#8211; Daten &#8211; Zahlen"},"content":{"rendered":"\n<p>Knapp ein Drittel aller Fr\u00fchberentungen und 44 % aller Arbeitsunf\u00e4higkeitstage sind durch psychische Erkrankungen begr\u00fcndet. Nach KBV-Statistik steht dem ein Honorar f\u00fcr psychiatrische Behandlung von weniger als 2% aller ambulanten \u00c4rztlichen Leistungen gegen\u00fcber &#8211; ein offenkundiger Missstand.<br>Von ca. 8,7 Millionen Euro Ausgaben der Krankenkassen f\u00fcr die psychiatrische Versorgung pro 100 000 Einwohnern gehen noch immer mehr als die H\u00e4lfte &#8211; n\u00e4mlich 58 % &#8211; in die station\u00e4re Versorgung. Folgt man Studien und den Erfahrungen in anderen L\u00e4ndern, liegen hier bei ad\u00e4quater Ausstattung des ambulanten Bereiches die gr\u00f6\u00dften qualitativen wie auch sozi\u00f6konomischen Entwicklungsreserven.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den j\u00e4hrlichen Ausgaben der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen f\u00fcr die gesamte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung in H\u00f6he von 2,9 Millionen Euro pro 100 000 Einwohnern entfallen mehr als 75% dieser Ausgaben auf Leistungen der Psychotherapie.<br>\u00bb Analyse der MHH Hannover, Dt. \u00c4rzteblatt, Heft 44 vom 31.10.03 .<\/p>\n\n\n\n<p>Psychotherapie bei schizophren oder affektiv-psychotisch Erkrankten ist in Form der klassischen Antragspsychotherapie ohnehin erschwert zu realisieren und bedarf besonderer Qualifikation der Therapeuten. Von den Krankenkassen wird sie \u00e4u\u00dferst restriktiv finanziert. F\u00fcr die Psychotherapie bedeutet das eine grobe Fehlversorgung und Besserstellung der leichter Kranken zu Lasten der Schwerkranken.<br>In Berlin wurden die Anzahl der psychiatrischen Betten von 5429 (1993) auf 2884 (2001) reduziert. Das f\u00fchrte zwangsl\u00e4ufig zu einer vermehrten Inanspruchnahme psychiatrischer Praxen &#8211; ohne dass diesen entsprechende Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verein f\u00fcr Psychiatrie und seelische Gesundheit hat die klare Zielsetzung, durch ein Sektor \u00fcbergreifend und multiprofessionell ausgerichtetes Engagement die problematische ambulante Versorgungssituation der Berliner Patienten mit schizophrenen und affektiven Psychosen nachhaltig im Sinne einer qualit\u00e4tsgesicherten Versorgung zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. N. M\u00f6nter<br>1. Vorsitzender<br>Berlin, 15. Januar 2004<\/p>\n\n\n\n<p>(Autor: Dr. N. M\u00f6nter)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp ein Drittel aller Fr\u00fchberentungen und 44 % aller Arbeitsunf\u00e4higkeitstage sind durch psychische Erkrankungen begr\u00fcndet. 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