{"id":221,"date":"2018-12-23T11:49:00","date_gmt":"2018-12-23T10:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/?p=221"},"modified":"2025-01-27T23:38:03","modified_gmt":"2025-01-27T22:38:03","slug":"grosses-publikumsinteresse-fuer-10-berliner-psychiatrisch-religionswissenschaftlichen-colloquium-am-14-11-2018-im-harnack-haus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/grosses-publikumsinteresse-fuer-10-berliner-psychiatrisch-religionswissenschaftlichen-colloquium-am-14-11-2018-im-harnack-haus\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfes Publikumsinteresse f\u00fcr 10. Berliner psychiatrisch-religionswissen-<wbr>schaftlichen Colloquium am 14.11.2018 im Harnack Haus"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Thema des diesj\u00e4hrigen Berliner psychiatrisch-religionswissen-schaftlichen Colloquiums <strong>\u201eReligionssensible Psychotherapie wirkt \u2026 nicht zuletzt auf Therapeuten &#8211; \u00dcber psychiatrische Identit\u00e4t(en) und Perspektiven\u201c<\/strong> fand eine bemerkenswerte Resonanz.<br>Der Verein f\u00fcr Psychiatrie und seelische Gesundheit z\u00e4hlte im traditionsreichen Harnack Haus in Berlin-Dahlem \u00fcber 120 Teilnehmer, wovon nicht wenige aus anderen Regionen u. a. aus M\u00fcnchen, Heidelberg, K\u00f6ln, Hannover, Bremen angereist waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Colloquium f\u00fchrte <strong>Dr. Norbert M\u00f6nter<\/strong>, der auch zu den Begr\u00fcndern des Colloquiums z\u00e4hlt. In seiner <strong>Einleitung<\/strong> dankte er den engagierten Mitgliedern des Arbeitskreises (AK) \u201ePsychiatrie und Religion\u201c im vpsg, die mit ihrer seinerzeitigen \u201epolylogischen\u201c Initiative bundesweit zu den Vorreitern f\u00fcr eine breitere Thematisierung von Religiosit\u00e4t und Spiritualit\u00e4t in der Psychiatrie z\u00e4hlten.<br>Es gelte, die individuellen wie kollektiven Ressourcen und auch die Gefahren, die sich mit religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen mit Blick auf die seelische Gesundheit verbinden, differenziert anzusprechen und zu reflektieren.<br>Dass dieses Thema mittlerweile auch in der wissenschaftlichen Diskussion angekommen sei, zeige die beachtliche Zunahme entsprechender Publikationen und Buchver\u00f6ffentlichungen gerade der vergangenen f\u00fcnf Jahre, wie auch die Gr\u00fcndung eines Referates \u201eReligion und Spiritualit\u00e4t\u201c in der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Psychiatrie, Psychiatrie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) im Jahre 2013 und die Erarbeitung eines DGPPN-Positionspapiers zum Umgang mit Religiosit\u00e4t und Spiritualit\u00e4t in Psychiatrie und Psychotherapie im Jahre 2016.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gru\u00dfworte<\/strong> hielten der renommierte Religionswissenschaftler <strong>Prof. Dr. Dr. Peter Antes<\/strong>, ehemaliger Dekan der Leibniz-Universit\u00e4t Hannover, der den AK &#8222;Psychiatrie und Religion&#8220; von Beginn begleitet, sowie <strong>Hatice Ayhan<\/strong>, F\u00c4 f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie und Muslima, ebenfalls Mitglied des AK seit seiner Gr\u00fcndung 2006.<br>Dipl.-Psychologin <strong>Elif Alkan H\u00e4rtwig<\/strong> und der Psychiater <strong>Dr. Jihad Alabdullah<\/strong> berichteten nachfolgend vom <strong>PIRA\u2013Projekt (Psychiatrie-Information-Religion-Austausch)<\/strong> des vpsg und der Beratung und Informationsarbeit vor allem in t\u00fcrkischen und arabischen Moschee-Gemeinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eingerahmt wurde das gesamte Colloquium durch sehr stimmungsvolle Beitr\u00e4ge der israelisch-iranischen Musikgruppe <strong>\u201eSistanagila\u201c<\/strong>, die mit ihrer Musik gleichfalls f\u00fcr Br\u00fcckenbau und Dialog unter den Kulturen stehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eReligi\u00f6se Identit\u00e4t und psychotherapeutische Professionalit\u00e4t\u201c<\/strong> lautete das Vortragsthema von <strong>Dr. med. Ibrahim R\u00fcschoff<\/strong>, niedergelassener Arzt f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie in R\u00fcsselsheim, Mitglied des Zentralrates der Muslime in Deutschland.<br>Diesen u.a. wegen der authentischen Schilderung seiner jahrzehntelangen therapeutischen Arbeit mit muslimischen Patienten sehr interessanten <strong>Vortrag<\/strong> k\u00f6nnen Sie<strong> <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/manage\/videos\/315753621\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a><\/strong> als Video sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den <strong>Hauptvortrag<\/strong> des Colloquiums hielt <strong>Prof. Dr. Wielant Machleidt<\/strong>, langj\u00e4hriger Direktor der Abteilung f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Wielant Machleidt ist Initiator und federf\u00fchrender Verfasser der bundesweit als Standard anerkannten \u201e12 Sonnenberger Leitlinien\u201c zur Fr\u00fcherkennung und Fr\u00fchbehandlung psychischer Erkrankungen bei Migrantinnen und Migranten (2002). Auf dem Colloquium sprach er zum Thema <strong>\u201eFremde Welten, fremde Religionen, fremde Psyche in unseren Praxen und Kliniken \u2013 (wie) ver\u00e4ndert sich unser therapeutisches Denken und Handeln?\u201c<\/strong>. Sie k\u00f6nnen diesen <strong>Vortrag <\/strong><a href=\"https:\/\/vimeo.com\/315761357\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a><strong> als Video sehen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>In der abschlie\u00dfenden <strong>Podiumsdiskussion<\/strong>, die von <strong>Dr. med. Dipl.-theol. Hans Willner,<\/strong> ChA der Abt. f\u00fcr Kinder-und Jugendpsychiatrie und \u2013psychotherapie des St. Josephs Krankenhaus Tempelhof geleitet wurde, ging es u.a. um Fragen, was Seelsorger\/innen von Psychotherapeuten\/innen unterscheidet sowie nach dem zuk\u00fcnftigen Verh\u00e4ltnis von Religion und Psychiatrie, beispielsweise ob mehr Abgrenzung oder wachsende Kooperation zu erwarten sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Podium diskutierten die Klinikleiterin (Alexianer Klinik Wei\u00dfensee) und Past-president der DGPPN <strong>Dr. Iris Hauth<\/strong>, der Leiter der Charit\u00e9-Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie und seit November 2018 amtierender DGPPN-Pr\u00e4sident <strong>Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz<\/strong> sowie der Leiter des DGPPN-Referates Religion und Spiritualit\u00e4t <strong>Prof. Michael Utsch,<\/strong> die Vorsitzende des vpsg und F\u00c4 f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie <strong>Alicia Navarro Ure\u00f1a<\/strong> sowie die zuvorigen Referenten <strong>Prof. Wielant Machleidt <\/strong>und <strong>Dr. Ibrahim R\u00fcschoff<\/strong>.<br>Das Thema und die Podiumsdiskussion f\u00fchrte auch das Publikum (u.a. mit Dr. theol. Thomas Beelitz und Prof. Dr. Sepp B\u00e4uml) zu einer lebhaften Beteiligung.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie k\u00f6nnen die<strong> Podiumsdiskussion <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/318308295\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a> <\/strong>(Teil 1) und<br><a href=\"https:\/\/vimeo.com\/318316947\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a> (Teil 2) <strong>als Video sehen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tagung fand ihren Abschlu\u00df mit Dank an alle Referenten und Tagungsteilnehmer durch Norbert M\u00f6nter sowie mit der <strong>Vorank\u00fcndigung des 11. Berliner psychiatrisch-religionswissenschaftlichen Colloquiums im November 2019<\/strong>, bei dem es um psychische Erkrankungen, Stigmatiserung, Missbrauch und Sexualit\u00e4t im religi\u00f6sen Kontext gehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>(Autor: Dr. N. M\u00f6nter)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema des diesj\u00e4hrigen Berliner psychiatrisch-religionswissen-schaftlichen Colloquiums \u201eReligionssensible Psychotherapie wirkt \u2026 nicht zuletzt auf Therapeuten &#8211; \u00dcber psychiatrische Identit\u00e4t(en) und Perspektiven\u201c fand eine bemerkenswerte Resonanz.Der Verein f\u00fcr Psychiatrie und seelische Gesundheit z\u00e4hlte im traditionsreichen Harnack Haus in Berlin-Dahlem \u00fcber 120 Teilnehmer, wovon nicht wenige aus anderen Regionen u. a. aus M\u00fcnchen, Heidelberg, K\u00f6ln, Hannover, Bremen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[13,12],"tags":[],"class_list":["post-221","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagungsbericht","category-vortragsvideo"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/221","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=221"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/221\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1543,"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/221\/revisions\/1543"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=221"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=221"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/psychiatrie-in-berlin.de\/vpsg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=221"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}